Wege aus der Angst

Angst

Als Kind hatte ich viel Angst. Meist war es die Angst vor der Dunkelheit in meinem Zimmer, den vielen Autopannen während der Fahrt nach Ungarn, davor an älteren Jugendlichen vorbeizugehen, Präsentationen abzuhalten und vor schlechten Noten.

Die Angst war oft mein Begleiter und ich ihr mit allen meinen Gefühlen ausgeliefert. Mein Herz pochte und andere körperliche Symptome, wie Durchfall und Panik begleiteten mich, bis ich an Selbstbewusstsein gewann und dadurch mutiger durch das Leben ging.

Die Quelle der Angst liegt in der Zukunft, und wer von der Zukunft befreit ist, hat nichts zu befürchten.

Milan Kundera

Es gibt zwei Arten der Angst, die reale Angst vor einer Gefahr im Moment und die fiktive Angst vor einem Ereignis in der Zukunft. Bei der fiktiven, illusionären Angst spielt die Fantasie in unserem Kopf die Hauptrolle. Das Szenario entscheidet darüber, wie stark wir uns davor fürchten, was in Zukunft eintreffen könnte. Doch es ist alles eine Fantasie und der Grad der Angst ist von unserer Bewertung über das Ereignis abhängig.

Das Erstaunliche ist: Unser Gehirn unterscheidet nicht, ob es um eine reale oder fiktive Gefahr handelt und wir versetzen unseren Körper selbst in Stress und manchmal auch in Panik. Dabei ist unserer Fantasie keine Grenze gesetzt, beim Ausmalen des fiktiven Mindfucks. Wir stellen uns vor, wie unsere Liebsten einen Unfall erleiden, sie plötzlich aus unserem Leben scheiden, wir unsere Arbeitsstelle verlieren oder der Partner uns verlässt.

Während ich mich immer mehr mit der Spiritualität und meinem Bewusstsein auseinandergesetzt habe, an Rückführungen zu alten Leben teilnahm, konnte ich fühlen und verstand, dass ich unendliches Bewusstsein bin. Danach legte sich meine Angst vor dem Tod, denn meine Essenz lebt weiter.

Auch Ängste vor der Zukunft oder Szenarien, welche in meinem Kopf entstehen, hinterfrage ich heute in dem Moment.

Ist mein Gedanke wahr?
Und falls er wahr ist, was würde im schlimmsten Fall geschehen?
Was kann ich tun, dass mein Gedanke nicht Realität wird?
Und was will mir mein Gedanke mitteilen?

Bei meiner intimen Fragerunde mit mir selbst, vielleicht auch in einer liebevollen Meditation, verliert das Gefühl, welches mein Zukunftsszenario ausgelöst hat, an Gewichtung und ich kann oft den Gedanken loslassen.

In diesem Gespräch reden meine Schwester und ich darüber:

. Welche Arten von Angst es gibt
. Was wir bereits an Angst hinter uns gelassen haben
. Wie man die Angst neu bewerten kann
. Was man gegen die Angst tun kann

Viel vergnügen beim Lauschen.

Herzlichst,
Sofia & Tünde

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Weiterführende Informationen

BUCH-TIPPS

Das Zitat „Spring und das Netz wird erscheinen“ stammt aus dem Buch von
Julia Cameron: „Der Weg des Künstlers“

Der Begriff Bulimielernen wird gerne von Richard David Precht verwendet und beschreibt das kurzfristige Lernen von Inhalten und deren schnelle Wiedergabe ohne bleibenden Nutzen.
Richard David Precht: „Anna, die Schule und der liebe Gott: Der Verrat des Bildungssystem an unseren Kindern

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